Segelerfahrungen
Wendewinkel:
Bei 2 Windstärken haben wir einen Wendewinkel von ca. 70 Grad ermittelt.
Zwar kann man noch höher an den Wind gehen, dann verhungert das Boot allerdings schnell und die Abdrift nimmt stark zu.
Abdrift:
Die Abdrift beträgt beim Am-Wind-Kurs ca. 5 Grad, gemessen bei 3 Windstärken.
Trimmung:
Durch entsprechende Trimmung kann ein Geschwindigkeitspotenzial von mindesten 0,5 bis 1 Knoten realisiert werden.
Die Trimmung erfolgt durch das Durchbiegen des Mastes mit der Achterstag (dadurch kommt der mittlere Teil des Mastes nach vorne und das Segel wird flacher).
Außerdem dient das Cunningham-Trim dazu, evtl. Falten im Segel herauszuziehen (das Vorlieg wird nach unten gespannt).
Fahreigenschaften:
einfach, unkompliziert und direkt. Das Verhalten ist fast mit einer Jolle zu vergleichen, der große Balastanteil sorgt dafür, daß das Boot nicht von jeder Welle gebremst wird.
Durch das tiefliegende Cockpit ist das Sicherheitsgefühl beeindruckend. Obwohl das Schiff schnell Lage zeigt, wird es bei ca. 25 Grad Lage sehr stabil, was bei 54% Balastanteil nicht wirklich verwundert.
Nachteile:
Der Windex-Verklickerer zeigt erst ab drei Windstärken den richtigen Hoch-Am-Wind-Kurs an.
Vorteile:
- Besonders hervorzuheben ist die Kuchenbude. Neben der Tatsache, daß sie die Kajüte vor Wind schützt, bietet sie Stehhöhöhe (auch für Tom (1,86m)).
- Schubladen unter dem Achterdeck zum Verstauen.
Nützliche denkbare Ergänzungen:
- Lazy-Jacks, da das Bergen des Großsegels nur von zwei Mann erledigt werden kann. Bei einem Törn mit der Familie fehlt da schnell die dritte und vierte Hand.
- Für das Großsegel sollte auch ein Fallenspanner eingebaut werden, wie serienmäßig beim Vorsegel vorhanden. Es ergibt sich hier zwar ein gewisses Gefährdungspotenzial für das Großsegel, was dann evtl. mit brutaler Gewalt gespannt wird, obwohl es unklar ist. Diesem Risiko bewußt, wird der Spanner aber zu einer deutlich einfacheren Handhabung führen.
- Eine Dirk anbringen, um den Baum zu halten. Nordskipper hat das auf seinen Booten gemacht; und es ist durchaus empfehlenswert. Einziger Nachteil: Die Dirk muß an das Achterstag gehängt werden, wenn die Kuchenbude aufgestellt wird.
- Dieselstandheizung
- Batterien in den Kielraum (Platz für ca. 4 Batterien, evtl. Solarzellen auf Kajütdach.